Stahlhelm M42, gefunden auf einem Bauernhof 75 Jahre nach dem Krieg

Obwohl ich manchmal mit der Metallsonde nach Bodenschätzen suche, muss ich zugeben, dass mich massiv verrostete Gegenstände nie sonderlich interessiert haben. Gerade über die bei ebay angebotenen Bodenfund-Stahlhelme war ich oftmals sehr irritiert. Was kann man damit nur wollen? Bis ich in einem Forum gesehen habe, dass man mit einer relativ einfachen Behandlung den gesamten Rost entfernen kann, ohne die Farbe anzugreifen. Es gelingt sogar, nicht mehr sichtbare Farbe wieder herauszuholen.

An dieser Stahlhelmglocke eine M42 Stahlhelms habe ich zum ersten Mal die Rostbehandlung ausprobiert.  Dazu habe ich  500 Gramm Oxalsäurepuler in 10 Liter warmen Wasser aufgelöst.

So sah der Helm vor Beginn der Behandlung aus.

 

Auf der rechten Gehäuseseite sind noch Reste eines Emblems zu sehen.

Der Helm ist vermutlich durch den Soldaten selbst abgetarnt worden und nicht der Korrosion zum Opfer gefallen. Im Laufe des Krieges sind viele Stahlhelme abgetarnt worden, weil die hellen Embleme zu einer schnellerer Aufklärung gesorgt hat und Menschenleben gekostet haben.

Für die Rostbehandlung habe ich einen 15-Liter-Eimer mit heißem Leitungswasser Wasser gefüllt und 500 g Oxalsäurepulver aufgelöst. Oxalsäure ist ein Kaliumsalz, dass früher aus Sauerklee gewonnen wurde und deshalb auch Kleesäure genannt wurde. Es war bis 1824 sogar ein reines Naturprodukt, seit dem wird Oxalsäure künstlich aus anorganischen Stoffen hergestellt.

Heute wird Oxalsäure hauptsächlich von Imker im Winter zur Bekämpfung von Milben sowie von Segelbootbesitzer zum Reinigen und Bleichen der Bootsrümpfe genutzt.

 

Ich habe den Stahlhelm jeweils nach einer halben Stunde Oxalsäurebad in klarem Wasser gespült, mit einer Wurzelbürste abgebürstet und anschließend weiter gebadet.