Stahlhelm "Gladiator" Reichsluftschutzbund

Stahlhelm "Gladiator" Reichsluftschutzbund

Diesen rostigen schwarzen "Gladiator" Helm kaufte ich unter der Vermutung, es würde sich um einen frühen Schutzhelm des Technischen Hilfswerks handeln. Die schwarze Farbe sah zeitgenössisch (50er Jahre) aus. Solche Helme wurden in der frühen Bundesrepublik vom Luftschutzhilfsdienst (LSHD) genutzt, der aus den Erfahrungen aus den Luftangriffen im zweiten Weltkrieg im Jahre 1957 gegründet wurde. Der LSHD wurde 1968 rechtlich aufgelöst, seine Aufgaben vom Technischen Hilfswerk (THW), gegründet 1950, vollumfänglich übernommen.

Auf meinem Helm waren keine Abzeichen, Stempelungen oder andersartige Markierungen sichtbar. Dafür war er ziemlich verrostet.

Um den Helm vom Rost zu befreien, habe ich ihn zwei Tage lang in einem Bad aus Oxalsäure gespült und gebürstet. Dazu habe ich eine sehr weiche Messingbürste verwendet.

Oxalsäure frisst den Rost, greift aber keine Farbe an. Es spielt dabei keine Rolle, ob die Farbe benzinfest ist oder nicht.

Die Messingbürste hat aber einige Partikel des vermutlich um 1950 aufgetragenen Farbanstrichs gelöst und darunter einige weiße Punkte zum Vorschein gebracht. Also habe ich weitergesucht.

Meine Vermutung, dass sich an der Stirnseite des Helms die Schwinge des Reichtsluftschutzbundes und der dem Farbauftrag verbarg, hat sich bestätigt. Mit Aceton habe ich die Farbe vollständig entfernen können, ohne den originalen Anstrich und die Markierungen zu beschädigen. Auch die Helmstempelung R.L.239/24 kam wieder zum Vorschein. Die Beschriftung "Vertrieb genehmigt gemäß §8 Luftschutzgesetz - Kopfweite 59 - Höchstpreis RM 8,50"  stammt ebenfalls noch aus dem jahre 1942.