BMW R75/6

Meine BMW R65 hatte mich so begeistert, dass nur noch ein weiterer BMW-Boxer infrage kam, als meine Frau ihren Führerschein bestanden hatte. Auf ebay fand ich eine weitere BMW R65, die jedoch als Auktion ausgelegt war und nicht als Sofort-Kauf. Als die letzten Minuten der Auktion liefen, sah ich vor dem PC, um mitbieten zu können, entdeckte ich über der Auktion meiner zukünftigen R65 die Auktion einer BMW R75/6 von 1975. Als Einstiegspreis rief der Verkäufer 1.500,-EUR auf, die bisher jedoch noch niemand zu bieten bereit war. Es gab nur zwei sehr schlechte Bilder, auf denen es nicht viel zu sehen gab, außer dass die Farbe nicht mehr original war.

Die Bilder erwecken einen falschen Eindruck. Die Maschine war in einem sehr schlechten Zustand. Der Besitzer, ein Kpitän auf einem Seenotrettungskreuzer, hatte die BMW viele Jahre ohne Wetterschutz draußen stehen gehabt. Insbesondere die Sonne hatte auf den wenigen an einer BMW vorhandenen Kunstoffteile Beschädigungen verursacht. Es war klar, dass die BMW ein Restaurierungsprojekt war und keine Maschine, mit der man sofort losfahren konnte. Jedoch: sie sprang sofort und will an. Immerhin!

Ich brachte sie nach Hause, meldete sie an und entschied mich für eine rollende Restaurierung.

Ich entschied mich, die BMW schwarz zu lackieren. Aus den Papieren war ersichtlich, dass die Maschine in den ersten 10 Jahren, also von 1975 bis 1985, als grün-weißes Behördenkrad bei der Polizei gedient hatte. Ich habe kilometerlange, unbenötigte Kabel, z.B. für Funk, Blaulicht und Martinshorn unter dem Tank und Sitzbank hervorgezerrt und entsorgt.

Da ich nicht nur gern Motorrad fahre, sondern auch möglichst viel daran selbst schrauben will, entschluss ich mich, so viel wie möglich selbst zu machen und nur das nötigste in Werkstätten zu geben.

Tanksanierung