BMW R100

Die Angst vor der Langeweile trieb mich in das nächste Projekt: im Wendland wartete eine rot-schwarze BMW R100 RT darauf, aus ihrem Dornröschenschlaf erweckt zu werden. Sie stand in einer Scheune auf dem Bauernhof eines Viehzüchters. Sie hätte einige Macken - so der Verkäufer - und zwar spränge sie nicht gut an und der rechte Zylinder laufe nicht richtig mit. Das sollte hinbekommbar sein, befand ich, und wurde mit dem Verkäufer einig, dass die große rote Kuh gegen 1.200,-EUR den Besitzer wechseln sollte.

Ist die Typenbezeichnung R100 eigentlich richtig? Ist es nicht eher eine R100/7?

Nach der Fahrgestellnummer war sie eine 1980er BMW R80/7 mit 50 PS, in die später mal ein 1.000ccm Motor mit 60Ps eingebaut war (und auch eingetragen). Zusätzlich erhielt sie nachträglich eine RT-Verkleidung, wodurch die in den Rahmen eingeschlagene Fahrgestellnummer nicht mehr sichtbar. Dieser Umstand sollte mir später noch ganz schön Ärger verschaffen. In den Papieren war die Typenbezeichnung R65 eingetragen. Es passte grundsätzlich erstmal nichts.

 

Dies hier sind die Originalfotos aus der Verkaufsanzeige

 

Zuhause angekommen, habe ich die BMW zunächst gründlich gewaschen. Sie war optisch in einem durchaus ansprechenden Zustand. Für 1.200,-EUR geradezu geschenkt. Sie sprang aber auch an, der Motor lief jedoch wie ein Sack Nüsse.

Verschleiß bis in die letzte Schraube

Motorrevision

Vergaserrevision