Das Virtuelle Kamera-museum

Mit einer Zorki 1 von 1955  fing alles an.

Ich habe sie - ohne jegliche Fachkenntnis - für 30,-EUR bei eBay gekauft, mir eine deutsche Bedienungsanleitung für die baugleiche Leica II aus dem Internet heruntergeladen, einen Film eingelegt und gleich ein Erfolgserlebnis gehabt.

 

Eine Zorki ist keine, zwei sind eine Sammlung.

 

So ging es bei mir los. Meine Kameras möchte ich hier zeigen. Da andere Sammler diese Seite gefunden haben, bin ich den Besitz eines großen Nachlasses an russischen Fed und Zorkis sowie einigen Schraubleicas gekommen, die ich ebenfalls hier in diese Präsentation eingepflegt habe. Die Kameras gehörten Wilhelm Plate (1936 - 2018), der für jedes Exemplar einen hölzernen Präsentationskasten bauen ließ und die technischen Daten inkl. Kurzgeschreibung auf einem standardisierten Indormationsblatt einfügte. Diese Informationsblätter habe ich gescant und den jeweiligen Fotos der Kamera vorgeschaltet. So erkennt man, welche Kamera Herrn Plate gehörten.

 

Nun viel Spaß beim stöbern.

Dies ist meine erste Zorki. Ich hatte einfach Lust auf eine Zorki 1 und wollte unbedingt ausprobieren, ob und wie man mit so einer alten Kamera überhaupt fotografieren.

der fotografische Nachlass von Wilhelm C. Plate

1936 - 2018

Wahrscheinlich machen sich viele älter werdende Sammler den Gedanken, was aus den Güter wird, die sie im Laufe des Lebens zu einer respektablen und wertvollen Sammlung zusammengetragen haben. Ein Leben lang wird gesucht, gekauft, getauscht, verbessert, recherchiert, archiviert und ausgestellt. In der Regel interessiert sich aber nur der Sammler selbst für seine Exponate und so ist er meistens der einzige Besucher in seinem Museum. Andere intersessenten hätten vielleicht interesse, würden sogar ihr eigenes Hobby vertiefen, sich Fachwissen aneignen und von den Erfahrungen des Sammlers profitieren, doch der Umstand, dass die Gegenstände nur zu Haus in einer Vitrine bleiben, verhindert, dass sie auch anderen Menschen Nutzen und Freude bringt. Irgendwann endes ein Leben, die Kinder oder Enkelkinder interessieren sich nicht für die Sammlung, es kommt die Haushaltsauflösung und die Sammlung wird in tausend Winde verstreut oder gar entsorgt.

Ist so ein Nachlass überhaupt eine Sammlung? Nein, er ist ein "Konvolut". Das Konvolut unterscheidet sich von einer Sammlung dadurch, dass es einer Person gehört oder zu einer Person zu geordnet werden kann. Der hier vorgestellte Wilhelm C. Plate war ein Sammler, der er hat viele verschiedene Kameras von unterschiedlichen Herstellern zusammengetragen. Er hat für jede einzelne Kamera eine Präsentationsvitrine gebaut, Dazu hat er einen Sperrholzkasten gebaut und über ein Scharnier mit einem Plexiglasrahmen gebaut. Zusätzlich hat er in jedem Präsentationsrahmen eine farbige Informationstafel zu genau dieser Kamera angebracht. So hat er seine Sammlung in eine thematisch und optisch verbindliche Struktur gebracht.

Wilhelm C. Plate ist 2018 gestorben und sein Besitz fiel in seinen Nachlass.